USA Westküste


Mein Schatz und ich haben unseren ersten gemeinsamen Urlaub vom 09.12.2011 bis zum 23.12.2011 in den USA verbracht, womit für mich ein großer Traum in Erfüllung ging! Ich habe schon immer von einem Urlaub in den USA geträumt und hätte nie gedacht, dass der Traum irgendwann mal wahr wird!

Ich war sehr aufgeregt, weil es mein erster so langer Flug war und ich nicht wusste, wie gut man einen solchen übersteht, ob ich im Flugzeug schlafen kann oder ob ich durchgehend wach bin… Der Start vom Flug (ich glaub das geht allen so) ist für mich eigentlich am spektakulärsten gewesen, dies Kribbeln im Bauch, der Gedanke daran, wohin man jetzt gerade fliegt und alles ist neu…

USA - Westküste

USA – Westküste

Da ich ein Mensch bin, der vorher alles durchorganisiert und alles fertig macht und bereitlegt, habe ich meinen Schatz teilweise mit Sicherheit verrückt gemacht mit „Hast du deinen Reisepass“ „Was ist mit der ESTA?“ „Hast du ne Tüte um deine Kosmetik gemacht?“ ….. Der Arme tut mir jetzt im Nachhinein echt leid…

Nun gut, wir sitzen im Flugzeug, es startet und ich freue mich wie ein kleines Kind, dass es endlich los geht – auf dem Hinflug war es im Flugzeug zwar ruhig, aber da ich nicht am Gang saß und oft auf Toilette musste, war mir das natürlich unangenehm… Nach ca. 2 Stunden Flugzeit war die „erste Etappe“ schon geschafft – Umsteigen in London (Heathrow) Ich muss sagen, auch wenn es nur ne Stunde in London und das nur am Flughafen war, war es für mich genug, irgendwie mag ich die „netten“ Engländer nicht – gut, dass die Zeit schnell rum ging und wir in den Anschlussflug steigen konnten. Nun standen wieder 12 Stunden Flug vor uns… Aber hey – ich war immer noch tierisch aufgeregt und konnte in den 12 Stunden kaum ruhig sitzen, während mein Honey ruhig neben mir saß und versuchte zu schlafen…

Nach 12 Stunden vergeblichem Versuch zu schlafen (Im Flugzeug schlafen ist eine Disziplin, die ich nicht so gut beherrsche – ich könnte ja etwas verpassen) sind wir endlich in Los Angeles angekommen… Durch die 6 Stunden Zeitverschiebung bin ich natürlich noch aufgewühlter gewesen, dann war es sooo schön warm in den USA, ich fand die ersten Minuten schon so aufregend, dass ich nicht wusste wo ich zuerst hinschauen soll… Nun mussten wir unser Mietwagen abholen, schließlich wollten wir ja eine „Rundreise“ machen. Also fuhren wir zu der Autovermietung und da ich nicht wusste, was für ein Auto mein Freund organisiert hat, war ich sehr aufgeregt, als er rauskam um mir zu sagen, dass ich mich überraschen lassen soll, war ich natürlich noch gespannter… Wir gingen in eine Garage mit lauter Mustangs in mehreren Farben, er sah mich an und sagte, such dir eine Farbe aus… Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte, Mustang – mein Lieblingsauto und endlich darf ich in einem mitfahren…. Der rote? Nee, der schwarze? Nee… Hmm, auf jeden Fall einer der Cabrios, ich denke, hier kann man „oben ohne“ fahren…

Im Endeffekt haben wir uns für einen silbernen entschieden, und ich war vollkommen zufrieden…

Ford Mustang Cabrio - TRAUMAUTO

Ford Mustang Cabrio – TRAUMAUTO

Nun mussten wir zu unserem Hotel – zum „Hollywood City Inn“ in der „Western Ave“

Nachdem wir es gefunden haben, waren wir auch froh, haben uns schnell etwas gesucht, wo wir uns etwas zu Trinken kaufen konnten und sind dann langsam ins Hotel – mich hat die Müdigkeit übermannt, mein Liebster ist noch losgefahren nachdem er mich fragte ob ich hunger hätte, aber als er wieder kam, war ich tief und fest am schlafen.
Das Hotel in dem wir „gelebt“ haben, war gemütlich und eigentlich habe ich mich sehr wohl gefühlt! Da man durch den Jetlag ziemlich geschafft ist, macht sich das im Schlafverhalten bemerkbar, ich war jeden Abend um 21 Uhr (USA) so müde, dass ich fast jeden Abend sofort eingeschlafen bin.

Wir haben morgens zum Frühstück in dem Hotel Donuts und Kaffee bekommen, war für mich ein super einstieg, bin immer runter und habe Donuts mitgebracht ins Zimmer, mein Liebster mag ja kein Kaffee, somit war dann mehr für mich da! 😉 😀

tägliches Frühstück in LA

tägliches Frühstück in LA

Dann hab ich meinen Schatz geweckt und jeder Tag war ein neues Erlebnis, durch das Auto waren wir recht flexibel und wir haben viel gesehen, einen Tag versuchten wir zum „Hollywood“-Zeichen hochzukommen, was leider bei einer Sternwarte geendet hat, was allerdings nicht so schlimm war – es war eine atemberaubende Aussicht! Wir waren in der LA Zeit 3 mal am Rodeo Drive essen, haben uns jeden einzelnen Stern auf dem „Walk of fame“ angesehen – wobei ich nebenbei ehrlich erwähnen muss, dass ich vom „Walk of fame“ total enttäuscht wurde, denn ich habe es mir durch die Fernsehsendungen, etc. viel größer und Spektakulärer vorgestellt… Aber ich kann sagen ich bin über JEDEN Stern einmal drüber gelaufen 😉 Am Rodeo Drive haben wir in einem gut besuchtem Italienischen Restaurant gegessen und wurden sehr freundlich bedient, einen Tag habe ich dann einen Führerschein von einem ansässigem Herren gefunden, den wir Ihnen natürlich an die Adresse zurückgebracht haben (gut, dass wir ein Navi hatten)… – Dafür gab es dann mit den Worten „God bless you!“ sogar einen Finderlohn (Hier wird aber nicht mehr verraten ;))

Wir haben Venice Beach besucht, leider war es an dem Tag nicht sonnig und wir sind auch schnell wieder gefahren… Ich habe eine Menge Amerikanischer Lebensarten kennenlernen dürfen, bin durch und durch geschockt von der Gesundheitspolitik dort, teilweise geschockt wegen den vielen Schießereien, die man innerhalb der wenigen Tage mitbekommen hat und aufgrund der Crystal-Meth-Süchtigen definitiv abgeschreckt, dieses Zeug nur mal eines Blickes zu würdigen… Diese Menschen, die nun süchtig danach sind, können einem nur Leid tun. Sie verlieren Gliedmaßen und sehen aus, als hätten sie eine sehr schlimme Hautkrankheit…

Ich hoffe für die Menschen in den USA, dass sie bald ein funktionierendes Gesundheitssystem gibt, mir taten die Kinder so leid, die nach Haus geschickt wurden, als sie keine „Nummer“ mehr ziehen konnten, die alten Menschen, die auf der Straße leben (ich glaub in den USA gibt es nicht so viele angagierte Menschen, die sich für Obdachlose einsetzen…)

Am 5ten Tag packten wir unsere Sachen, damit wir so langsam weiter nach Las Vegas konnten, wir hatten schließlich eine riesen Strecke vor uns…
300 Meilen in ca. 4-5 Stunden lagen nun vor uns bis wir unser 2tes Hotel erreichen würden – das „Encore – Las Vegas“!!!

Encore & Wynn - Las Vegas

Encore & Wynn – Las Vegas

Das Hotel ist einfach traumhaft schön, das Zimmer war für mich und ihn einfach nur perfekt, leider hatten wir aber ein Zimmer dass zu der Gegenseite vom „Strip“ lag, aber das war alles nicht so tragisch – tragisch war eher meine komische Erkältung, die mich dann den 2 Tag so richtig unschön hat aussehen lassen, meine Nase triefte und mein Kopf schmerzte… Doof. Warum passiert mir so etwas in den USA? Zurück zu Abend 1 – Wir haben es uns gut gehen lassen (vielleicht kam ja auch die Erkältung von den guten Mischungen unten im Casino und dazu der tollen Belüftungsanlage…) Oha – Casino – na, da wollen wir mal nicht weiter drauf eingehen.

Ja… Gespielt haben wir… Gewonnen? Nein… Wir sind am Strip entlang gelaufen, haben es auf uns wirken lassen und genossen diese Umgebung – alles anders als hier in Deutschland, irgendwie sind die Menschen dort freundlicher, ausgelassener [vielleicht lag das auch nur am stetig hohem Alkoholspiegel der Amis und aller Touris]… Unter anderem waren wir dann auch beim Bellagio-Brunnen, den wollte ich schon immer mal aus der Nähe sehen! Nicht nur in einem der Ocean’s Teile bewundern – NEIN – ganz nah! So schön – so faszinierend – so fessenlnd, dies Wasserspiel…

Bellagio - Brunnen

Bellagio – Brunnen

Nur war ich dann vom Inneren des Bellagios enttäuscht – viel zu überlaufen – die Touristen drängelten sich an den Tischen im Casino entlang – da fand ich unser Hotel richtig entspannend – und tot-schick! Außerdem – ich habe die Treppe nicht gefunden an der Julia Roberts im Film heruntergeschwebt kam und allgemein – nochmal – warum machen die so eine Touristenattraktion davon?! 😦 Dann haben wir uns ein Eis geholt – nein – nicht teuer….Ich kann mich leider nicht mehr genau erinnern, aber meine, dass eine Kugel ca. 7$ gekostet hat! 😉

Hier mal etwas über das Zimmer…

DAS BADEZIMMER – es war einfach nur der Wahnsinn! Badewannenentspannung mit Fernseher in der Badezimmerwand – wow!!! So toll, dass ich die Einrichtung am Liebsten mitgenommen hätte! 😉 DAS SCHLAF- & WOHNZIMMER – es war riesig – die Fenster vom Boden bis zur Decke und Flugzeuge die auf Augenhöhe an einem vorbeiflogen, aber man hörte diese nicht – gute Schallschutzfenster – die auch leider nicht zum öffnen waren – dafür hatte man zur Lüftung eine Klimaanlage – HAH! Da ist der Erkältungsübeltäter!!!

Oha – ja – Abendliches Essen! 😀 Vom Hotel hatten wir ein 100 $ -Gutschein für „Room-Service“ den wir natürlich komplett genutzt haben – kam mir mit meiner Erkältung  ja sowieso ganz recht! 😉 Ich habe die besten „Meshed Potatoes“ (Stampfkartoffeln) in meinem Leben gegessen – Sorry Oma!

Am dritten Tag hieß es dann auch schon fast wieder – Auf Wiedersehen Las Vegas! Wundervolle Tage mit dem wundervollsten und wichtigsten Mann – in meinem Leben – in einem wundervollem Hotel in einer wundervollen Stadt! Aber es erwartet uns ja noch einiges….

Ich höre gerade meinen Freund innerlich schmunzeln und sagen „Hah! – Gewonnen!“ ;D

…somit saßen wir bald schon wieder im Auto in Richtung – San Francisco

Die Strecke ist sehr mühsam und lang und die endlos langen Freeways schienen sich duch ganz USA zu schlängeln… Meine Fahrkünste beweisen durfte ich ja bereits auf dem Weg von Los Angeles nach Las Vegas, aber durch die etwas befahreneren Straßen habe ich mich zwischen Las Vegas und San Francisco nicht so getraut…

Im Prinzip ist die Hin- (von Las Vegas) und Rückfahrt (nach Los Angeles) länger gewesen als unser Aufenthalt in San Francisco, denn dort sind wir Abends, nach einer anstrengenden Fahrt in unserem reservierten Hotel angekommen und mussten feststellen, dass die Kreditkarte vom Encore und vom Autoverleih mit jeweils ca. 400-500 $ belastet wurde (Kaution – aha – wenn wir das gewusst hätten…. *grml*) und wir somit nicht einchecken konnten, nunja – was sollten wir tun – kein Hotel in ganz San Francisco nimmt Gäste an, die mit Bargeld zahlen wollen – super…

Nun – gut. Da wir ziemlich flexibel und spontan sind, haben wir uns eine Ecke gesucht (wir waren mittlerweile sehr müde und teilweise genervt von den Vorkommnissen), wo wir dann im Auto übernachten konnten – ich kann sagen – ich war „beim“ Hilton- Hotel 😀 – ja, okay – auf dem Parkplatz (Wir waren immerhin froh, dass wir einen kostenlosen gefunden haben…) 😀 Der Versuch zu schlafen ist mir nicht gelungen, mein Honey hat wenigstens ein paar Stunden Schlaf gehabt – zur Info – ein Mustang ist definitiv NICHT zum schlafen geeignet!!! 😀

Da wir aber ja noch was von San Francisco sehen wollten, haben wir uns früh auf dem Weg gemacht – haben wir eine „1-Tages-Sightseeing-Tour“ gemacht, wir haben Alcatraz v0n der „Küste“ aus gesehen, sind sogar über die Golden Gate Bridge gefahren (Der Hochnebel war überwältigend, es schien, als wenn die Stützen der Brücke bis unendliche in die Wolken reichen…) und haben die engen Straßen von San Francisco befahren…

San Francisco - Golden Gate Bridge

San Francisco – Golden Gate Bridge

San Francisco - Alcatraz

San Francisco – Alcatraz

Auf der Fahrt zurück wurden wir aber durch einen Atemberaubenden Ausblick den wir aufs Meer bekamen wieder entgültig entschädigt (Der Hochnebel auf der Golden Gate hat schon einen Teil dazu beigetragen…), denn so einen schönen Ausblick von einem Freeway aus habe ich in meinem Leben zuvor noch nicht gehabt. Was soll ich noch sagen? Ich kann eigentlich nicht mehr viel sagen, wir fuhren dem Sonnenuntergang entgegen zu unserem ersten Hotel, wo wir bereits einmal genächtigt hatten („Hollywood City Inn“) hier verbrachten wir dann auch die restlichen Tage, inclusive einiger Ausflüge, man lernte Los Angeles noch etwas näher kennen, wusste mittlerweile wo man am Besten essen konnte (Ich empfehle Panda Express oder Subway 😀 )

Am vorletzten Tag brachten wir dann unser „Garmin Nüvi“ zurück (Walmart macht’s mit „14-Tage-Rückgaberecht“ möglich *kicher*), es wurde auch Anstandslos zurückgenommen und unser Geld bekamen wir auch ohne Probleme wieder, mittlerweile hatten wir ca. 1000 Fotos von allem gemacht, was wir entdeckt, gesehen und bereist hatten… Waren teils froh, dass wir nach Haus fliegen würden, teils wären wir auch gern noch geblieben… Und am nächsten Tag ging die Reise nach Hause los…

wir brachten das Auto zurück zum Verleih, ließen uns vom Shuttle zum Flughafen bringen und stellten fest, dass unser Flug eine Stunde verspätung hat…

Wir meldeten uns natürlich sofort am Schalter, dort wurde uns dann gesagt, dass wir den Anschlußflug in London nicht bekommen würden und in London eine Nacht verbringen müssten… (Dies ist die Kurzfassung, denn es wurden uns einige Angebote gemacht, aber in allen Fällen wären wir nicht vor dem 24.12.2011 in Berlin angekommen, somit haben wir uns für eine Nacht in London incl. Dinner für 2 entschieden.) Nachdem wir den Höllenflug von 12 Stunden Kindergeschrei (ich verstehe immer noch nicht, wie Eltern ihren Kindern soetwas antuen können – 12 Stunden in einem Flugzeug *Kopfschüttel*) in London eingetroffen sind, nach Verständigkeitsproblemen (Die Londoner wollen perfektes Englisch hören – war zumindest mein Eindruck…) bekamen wir eine Adresse und wurden zum Hotel gebracht (mit einem Shuttle) … Im kleinen süßen Zimmer angekommen (Der Name vom Hotel ist mir leider entfallen – ist aber auch  nicht so erwähnenswert…) war ich froh, duschen zu können…

Nach einer sehr kurzen Nacht morgends mussten wir dann also wieder zum Flughafen und in den letzten Flug – endlich Deutschland… Vorher mussten wir uns aber noch mit den lieben Engländern rumärgern…

Da wir zu Weihnachten ein kleines Mitbringsel besorgen wollten und uns da für eine Flasche Champagner entschieden haben, bekamen wir beim „Aus-dem-Dutyfree-in-den-Flieger-rein“ ein Problem mit einem Zollbeamten, denn die Flasche müsste dringend in eine eingeschweißte Folie, sonst müssten wir eine Tasche abgeben und die Flasche in diese packen… Nach mehrfachem nachfragen, an jedem Schalter ob man irgendwo eine „Tüte zum Einschweißen“ bekommen kann und das Fragen erfolglos blieb, blieb uns eigentlich nur übrig meine große Handgepäcktasche in den Frachtraum zu geben – gesagt getan… Wir mussten schließlich innerhalb der nächsten halben Stunde beim Flieger sein, somit blieb nicht lange Zeit zum überlegen…

Nun – ab zum Flieger!

Ab hier war alles Easy – soweit! Der Flug war etwas holperig aber sonst alles gut – bis wir Abends gemütlich beisammen saßen und nach den Fotos vom Urlaub gefragt wurde, ich die Digitalkameras aus meiner „eigentlich Handgepäcktasche“ holen wollte und feststellte:

Sie sind weg!!!!!!!

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